Fotokopieren in Schulen


Grundsätzlich gilt in Deutschland gem. § 53 Abs. 4 UrhG ein Fotokopierverbot für Noten (und Liedtexte). Es gibt nur wenige Ausnahmen, die in der Praxis allerdings kaum eine Rolle spielen.

Gemeinsam mit der VG Wort, der VG Bild-Kunst und den Schulbuchverlagen hat die VG Musikedition einen Pauschalvertrag mit der Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder abgeschlossen, der es den staatlichen Schulen (auch den meisten Privatschulen) erlaubt, in begrenztem Umfang analoge und digitale Kopien für den Schulunterricht anzufertigen.

Geregelt ist in dem Gesamtvertrag insbesondere, dass lediglich kleine Teile eines Werkes oder Werke geringen Umfangs kopiert werden dürfen. Als kleine Teile eines Werkes werden dabei maximal 10 % angesehen, jedoch nicht mehr als 20 Seiten; Werke geringen Umfangs sind Notenausgaben mit max. sechs Seiten. Selbstverständlich ist, dass die Werke/Werkteile weder bearbeitet noch verändert werden dürfen und stets die Quelle anzugeben ist.

Ausführliche Informationen dazu unter: www.schulbuchkopie.de

Diese Vereinbarung mit der Kultusministerkonferenz gilt allerdings nicht für Musikschulen. Das bedeutet, dass Lehrer oder Schüler an privaten wie staatlichen Musikschulen sich grundsätzlich nicht auf diesen Vertrag berufen können. Allerdings besteht auch für Musikschulen (und Kindergärten) die Möglichkeit Lizenzverträge abzuschließen, die das Fotokopieren von Noten ermöglichen.